Corona-Zeiten

Wir leben in bewegten Zeiten. Es scheint, als bestimme ausschließlich das neue Virus unser gesamtes Leben. Menschen sterben, Grenzen, Geschäfte und Schulen werden geschlossen, das öffentliche Leben kommt vielerorts zum Stillstand. Die Einschätzungen und Meinungen, wie gefährlich Corona wirklich ist, gehen weit auseinander. Viele Menschen sind verunsichert, machen sich Sorgen und haben Angst. Wie sollen die Nachfolger Jesu sich jetzt verhalten? Einstimmen in den Chor derer, die Untergangsstimmung verbreiten? Schlimm, schlimmer, am schlimmsten? Wohl kaum. Wir sind in der Welt, aber nicht von der Welt. Gerade jetzt können wir Salz und Licht sein, anderen Hoffnung vermitteln.

Richtschnur für unser Handeln kann nur das Wort Gottes sein. Alles andere ist gut gemeint, hilft aber nicht wirklich. „Halte dich an die heilsamen Worte der Schrift.“ ( 1. Tim. 1, 13) Wer etwas anderes lehrt führt Menschen in die Irre. Jesus, unser Herr und König ist das lebendige Wort Gottes. (Joh. 1) Und er betont immer wieder mit Nachdruck: „Sorget euch nicht.“ (Matth. 6, 25) Weder um das Leben, noch um Kleidung, noch um sonstige Dinge des täglichen Lebens. Und auch der Apostel Paulus fordert: „Sorget um nichts.“ (Phil. 4, 6) Menschen, die Jesus wirklich nachfolgen müssen sich nicht sorgen, denn sie wissen und vertrauen darauf, daß er für sie sorgt. „Alle Sorge werft auf ihn, denn er sorgt für euch.“ ( 1. Petr. 5, 7)

Wer sich nicht sorgt, muß auch keine Angst haben. Als Nachfolger Jesu sind wir in seiner starken Hand. „Nichts kann uns aus seiner Hand reißen.“ (Joh. 10, 28) Das ist großartig und ein Grund zu jubeln. In Jesus erfahren wir Gottes Gnade. Das heißt nicht, daß er nicht Dinge zuläßt, die wir vielleicht nicht verstehen. Doch auch jetzt sollte gelten: „Dein Wille geschehe.“
Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegeben, sondern der Kraft, Liebe und Barmherzigkeit.“ (2. Tim. 1, 7) Wieso fürchten sich trotzdem so viele, beschwören Szenarien, die sie selber gar nicht überschauen und verunsichern damit andere? Der Geist Gottes tut das nicht, Jesus hat das nicht getan. Er verbreitet keine Angst, sondern ruft zur Umkehr. Jesus hat angekündigt, was kommen wird. Er hat die Gerichte Gottes vorhergesagt, damit wir eben keine Angst haben sollen, sondern vorbereitet sind, nüchtern und ohne Furcht bleiben.
Als seine Nachfolger sollten wir uns gerade nicht so verhalten wie weltliche Menschen. Diese werden „vergehen vor Furcht und in Erwartung der Dinge, die kommen sollen über die ganze Erde.“ Wir aber sollen „aufsehen, unsere Häupter erheben, weil sich unsere Erlösung naht.“ (Luk. 21, 25 f.) Fürchte dich nicht  vor dem, was andere fürchten. „Fürchtet euch nicht und laßt euch nicht grauen, sondern verschwört euch mit dem HERRN Zebaoth, den laßt eure Furcht und Schrecken sein.“ (Jes. 9, 12)

„Wer ein mutiges Herz hat, weiß sich auch im Leiden zu halten.“ (Spr. 18, 14) Wörtlich heißt es im hebräischen Text : „Der Geist eines Mannes ernährt seine Krankheit“, das heißt, „er beherrscht und lenkt die Krankheit.“ Der jüdische Rabbi David Altschuler, der im 18. Jhd. lebte erklärt dazu: „Der verständige Geist in einem Mann erleidet und hält die Krankheit des Körpers fest in Händen. Denn der Geist beherrscht den Körper, solange er gesund ist, aber auch in Krankheit.“ Das heißt: Wir sind gerufen, die Krankheit zu beherrschen. Dazu hat uns der Schöpfer ermächtigt.

Zum Schluss verweist er auf die Kapitel- und Vers-Zahl der ausgelegten Textstelle: Sprüche 18,14 – hebräisch: Mischlei Jud Chet, Jud Dalet. Die hebräischen Buchstaben Jud, Chet, Jud, Dalet ergeben das Wort „Jachid“, der „Einzige“, der „Einzelne“, der „Alleinstehende“. Der Talmudschüler kommt zu dem Schluss: „Der Einzelne, der sich in Einsamkeit befindet, der allein ist, hat keine Angst vor dieser Krankheit, die sich über die ganze Welt ausbreitet. Sie berührt einen Juden nicht, denn Juden sind voller Freude und Zuversicht.“

Alles, was gerade geschieht, kann als ein barmherziges Wachrütteln Gottes verstanden werden. Er will, daß wir uns wieder zu ihm nahen, Buße tun, bei ihm Hilfe und Trost suchen. Denn er ist unser Rettungsschirm (Ps. 91). „Ihm gehört alle Macht und Herrlichkeit.“ (Phil. 4, 19)

Somit kann diese Krise durchaus Chance und Weckruf Gottes sein. Wir haben einen großen und wunderbaren Gott. Alles ist in seiner Hand. Alles heißt alles und dazu gehören Viren und Krankheiten, Kriege, Naturkatastrophen, eben alles. Der Gott der heiligen Schrift ist der Gott Israels, es gibt nur ihn, er wirkt alles: „ Ich bin der HERR und sonst keiner mehr, der ich das Licht mache und schaffe die Finsternis, der ich Frieden gebe und schaffe Unheil. Ich bin der HERR, der dies alles tut. (Jes. 45, 6-7) Dieser liebende Gott ist auch heilig und gerecht. Er ist König und Richter, deshalb richtet er diese Welt. Wenn Du darüber verwirrt bist, lies die Offenbarung. Dort siehst du, wie Gott künftig handeln wird. Deshalb ist es vollkommen umbiblisch gegen Gottes gerechte Gerichte anzubeten. „Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen.“ (Off. 14, 7) „Ja, Herr, allmächtiger Gott, deine Gerichte sind wahrhaftig und gerecht.“ (Off.16,7)

Wir sollten diese Krise als Weckruf Gottes ernst nehmen, ohne Furcht, nüchtern und besonnen. Panikmache ist völlig unangebracht, sondern Vertrauen in den, „der da ist, der da war und der da kommt.“ (Off. 1, 4)