Zurück ins Land der Väter

Ezer Weizmann, von 1993 bis 2000 Staatspräsident Israels hielt 1996 während seines Staatsbesuchs in Deutschland eine Rede vor Bundestag und Bundesrat. Er sagte: „Das Schicksal hat es gewollt, dass ich und die Angehörigen meiner Generation in einer Zeit geboren wurden, in der Juden in ihr Land zurückkehrten und es neu aufbauen konnten. Ich bin nun nicht mehr ein Jude, der in der Welt umher wandert…..200 Generationen sind seit den historischen Anfängen meines Volkes vergangen und sie erscheinen mir wie wenige Tage. Erst 200 Generationen sind vergangen, seit ein Mensch namens Abraham aufstand, um sein Land und seine Heimat zu verlassen und in ein Land zu ziehen, das heute mein Land ist.“

Die neuere Geschichte des jüdischen Volkes ist die Geschichte der Heimkehr aus der Zerstreuung. Und sie ist auch biblische Geschichte. Wer diese Geschichte verstehen will, kommt an der Bibel nicht vorbei und umgekehrt. Die Worte Weizmanns machen deutlich: Es gibt diese entscheidende Verbindung zwischen Gott, Volk und Land. Das erste, was Gott Abraham (damals noch Abram) versprach, war „das Land“, hebräisch  „Ha Aretz“ (1. M. 12, 7): „Und der Ewige erschien dem Abram und sprach: Deinem Samen werde ich dieses Land geben“. Diese Landverheissung  wurde Isaak und Jakob erneuert. Doch Israel musste in seiner Geschichte immer wieder „das Land“ verlassen, weil es den lebendigen Gott Israels verließ, Götzen anbete und damit „das Land“ unrein machte. Assyrer (722 v.Chr.) und Babylonier (586 v. Chr.) führten Israel und Juda in die Gefangenschaft, Griechen, Meder und Perser und zuletzt Römer besetzten das Land. Die Geschichte des alten Israel endet im Jahr 70 n. Chr.  mit der Zerstörung Jerusalems und des 2. jüdischen Tempels (der erste Tempel Salomos war bereits von den Babyloniern vernichtet worden) und endgültig im Jahr 135 mit der Niederschlagung des letzten jüdischen Aufstands.

Palästina: Die Römer richteten unter den Juden ein Blutbad an. Mehr als eine Million Menschen wurden getötet. Der Weg von Jerusalem bis zum Mittelmeer war mit gekreuzigten Juden „gepflastert“. Viele  wurden verschleppt und als Sklaven verkauft. Um die Erinnerung an Israel gänzlich auszulöschen, nannte der römische  Kaiser Hadrian „das Land nicht mehr Israel oder Judäa, Land der Juden, sondern „Palästina, Land der Philister. Sie waren zur Zeit des Königs David (ca. 1000 v.Chr.) die Erzfeinde Israels. Die Juden hatten das Recht auf ihr Land verloren. Bis heute hat sich der Name „Palästina“ für das Land Israel gehalten.

In den folgenden Jahrhunderten wechselten die Besitzer: Byzantiner, Araber, Kreuzritter, Mamelucken Osmanen und Engländer. Völker kamen und gingen. Doch weder Christen noch Muslime, behaupteten, dass es ihr Land wäre. In der Geschichte gab es nie einen Staat Palästina mit einer Hauptstadt Jerusalem. Eine historische oder auch religiöse Verbindung des Islam zu Jerusalem ist so gut wie gar nicht vorhanden. Dagegen sind für Juden Jerusalem und der Zion seit mehr als 3000 Jahren ihre heiligsten Orte. Die Verbindung zu „ihrem Land, das Ihnen von Gott gegeben wurde, ist nur bei den Juden ausgeprägt. Über die Jahrhunderte in der Diaspora blieb im jüdischen Volk die Hoffnung und Sehnsucht irgendwann nach Israel zurückzukehren. Gegründet war diese Hoffnung auf Worten der Bibel. Jedes Jahr zum Ende des Passah-Festes grüßten sich Juden weltweit mit den Worten: „Nächstes Jahr in Jerusalem.“ Das religiöse Augenmerk des Islam lag nie auf „Palästina“ oder Jerusalem, sondern auf Medina und Mekka. Während Juden immer in Richtung Jerusalem beteten, kehrten Muslime ihr beim Gebet den Rücken. Die wichtigsten heiligen Stätten des Islam liegen in Arabien. Der Historiker Michael Wolffsohn stellt fest: Die Konzentration auf  „Palästina ist  „politisch aufgepfropft. Der Islam ist eine >arabozentrische> Religion. „Palästina war nie Ort der nationalen Geschichte des Islam. Einzige Verknüpfung ist die angebliche nächtliche Reise Mohammeds nach Jerusalem.

Die Provinz „Palästina“ wurde in den Jahrhunderten wüst und leer. Der Schriftsteller Mark Twain schreibt 1867 in seinem Reisebericht über das heilige Land: „Schmutzig, ungemütlich und voller Unrat“ sei die Landschaft. Die Ortschaft Magdala sei kein schöner Ort. Sie sei durch und durch syrisch, das heißt, dass es ganz und gar hässlich und eng, schmutzig, ungemütlich und voller Unrat ist.“ und über Jerusalem: “Elend, Armut und Schmutz, diese Zeichen und Symbole, welche die Gegenwart moslemischer Herrschaft sicherer anzeigen als die Halbmondflagge selbst, sind im Überfluss vorhanden.“ Er schließt den Absatz mit: „Jerusalem ist traurig und trostlos und ohne Leben. Ich möchte hier nicht wohnen.“ ( „Die Arglosen im Ausland“) Wer Lithografien des schottischen Malers David Roberts betrachtet, sieht, dass das Land weithin kahl war. Die Propheten Israels hatten das genauso vorhergesagt, wenn die Juden „das Land“ verlassen würden: „…auf dass ihr Land zur Wüste werde, ihnen zur ewigen Schande, dass wer vorübergeht, sich entsetze und den Kopf schüttle.“(Jer. 18, 16)

In allen Jahrhunderten gab es einen kleinen „Überrest“ Juden in „Palästina.“ Ansonsten war „das Land“ verwaist. Erst ab 1880 begannen größere Gruppen in Form der Alijas in das Land ihrer Väter zurückzukehren. Grund waren Pogrome und Verfolgungen, besonders in Russland und Osteuropa. Die jüdischen Einwanderer, in ihrer Gesamtheit Yishuv (sitzen, siedeln) genannt, kauften und besiedelten das Land. Bis 1860 gehörte es dem Sultan. Es gab keinen privaten Besitz. Danach wurde es möglich Land zu erwerben, um die leeren Kassen der Osmanischen Herrscher zu füllen. Länder wie Großbritannien, Frankreich oder Deutschland erwarben Besitz. Auch Juden kauften den Arabern das karge, unwirtschaftliche Land für Ihre Siedlungsprojekte ab. Geldgeber war u.a. der 1901 in Basel gegründete jüdische Nationalfonds KKL. Er stellte bis 1948 die größten Mittel für den Landkauf in Israel bereit.

Das weithin nutzlos gewordene Land, welches die kleinen Bauern nicht ernähren konnte und den großen Landbesitzern zu wenig Pacht einbrachte, wurde abgestoßen. Es wurde für die Großgrund­besitzer eine zusätzliche Einnahmequelle, als sie es an die zur Besiedlung des Landes eintreffenden Juden für harte Währung verkaufen konnten.

Der im Exil lebende arabische Schriftsteller Abdel Razek Kader hat den tatsächlichen Sachverhalt der jüdischen Besiedlung so zusammengefaßt:

„Die Nationalisten der Nachbarländer Israels (…) wissen sehr wohl, dass die sumpfigen Ebenen und steinigen Anhöhen zu Beginn dieses Jahrhunderts und in den Tagen des britischen Mandats von ihren Vätern oder Onkeln an die Zionisten verkauft wurden, für Gold, für dasselbe Gold, das oft am Anfang ihrer politischen oder kommerziellen Lauf­bahn gestanden hat. Die nomadischen oder halbnomadischen Landbewohner in den Grenzge­bieten wissen sehr wohl, wie die jetzt so grünen Ebenen, die bewaldeten Anhöhen und blühenden Täler des heutigen Israel früher ausgesehen haben.

Die Palästinenser, die heute als Flüchtlinge in den Nachbarländern leben und zur Zeit ihrer Flucht schon erwachsen waren, wissen dies sehr wohl. Und keiner antizionistischen Propaganda (…) wird es gelingen, eine Tatsache aus ihrem Gedächtnis zu verbannen: dass ihre heutigen nationalistischen Ausbeuter die würdigen Söhne ihrer feudalen Ausbeuter von gestern sind, und daß die Dornen auf ihrem Lebensweg nicht jüdischen, sondern arabischen Ursprungs sind.“ (aus Moshe Aumann, Grundbesitz in Palästina)

Eine der Hauptaufgaben des KKL bestand in der Anpflanzung von Wäldern. Etwa 90.000 Hektar wurden bis 1929 von arabischen Großgrundbesitzern an Juden verkauft. Unter großen Strapazen, die tausenden das Leben kostete, legten die neuen Besitzer Sümpfe trocken und bauten die Landwirtschaft auf. Diese positive Veränderung lockte zunehmend arabische Arbeiter aus den umliegenden Ländern an.

Ein Mann beschloss die „tote“ Sprache „Hebräisch“, die nur noch in der Synagoge und bei sakralen Feiern benutzt wurde zur kollektiven Alltagssprache zu machen. Es war das Lebenswerk von Eliezer Ben-Jehuda. Er wurde 1858 als Eliezer Jitzchak Perlman im russischen Luschki geboren, war Journalist und Herausgeber des ersten modernen hebräischen Wörterbuchs. Jehuda schloss sich der zionistischen Bewegung an. Er war überzeugt, dass Hebräisch als gemeinsame Sprache Grundvoraussetzung für eine nationale Einheit des Judentums war.

 

Theodor Herzl und die Zionistische Bewegung

Theodor Herzl (1880-1904) wurde als Sohn eines Kaufmanns in Budapest geboren. Die Familie hatte lockere Bindungen zur jüdischen Tradition. Herzl studierte Rechtswissenschaft, widmete sich aber bald dem Journalismus. Er arbeitete überwiegend für die „Neue Freie Presse“, die damals bekannteste Wiener Tageszeitung. Als Beobachter im Prozess gegen den französischen Hauptmann und Juden Alfred Dreyfus in Paris, erkannte Herzl, dass eine Gleichstellung von Juden in der europäischen Gesellschaft eine Illusion war. Es ging um Verrat von Militärgeheimnissen an die Deutschen. Ohne triftigen Grund fiel der Verdacht auf den jüdischen Hauptmann, ein Justizirrtum wie sich später herausstellte . Herzl war erschüttert, über die Art und Weise, wie die Öffentlichkeit ihren Hohn und Spott über Juden offen ausdrückte. In Paris kam es zu Tumulten und Demonstrationen. „Tod den Juden“ skandierte der Pöbel auf den Straßen. Herzl war jetzt überzeugt, dass der Judenhass in Europa unausrottbar war. Trotz Aufklärung hatten Emanzipation und Assimilation den Juden nichts gebracht. 1896 erscheint sein Buch „Der Judenstaat, Versuch einer modernen Lösung der Judenfrage.“ Nüchtern bilanziert er:  „Die Angriffe in Parlamenten, Versammlungen, der Presse, auf Kirchenkanzeln, auf der Straße, auf Reisen…mehren sich von Tag zu Tag. Tatsache ist, dass es überall auf dasselbe hinausgeht…Juden raus. Ich halte die Judenfrage weder für eine soziale, noch für eine religiöse…sie ist eine nationale Frage und um sie zu lösen, müssen wir sie vor allem zu einer politischen Weltfrage machen, die im Rat der Kulturvölker zu lösen sein wird.“ Herzl dachte an einen groß angelegten Exodus der Juden aus Europa. Sein politisches Konzept, dass er 1902 auch in dem Roman „Altneuland“ beschrieb, stand im Gegensatz zu denjenigen, die ein allmähliches „Einsickern“ in Israel, so wie es seit 1880 stattfand, befürworteten. Wo dieser Staat entstehen sollte, ob in „Palästina“, in Argentinien, oder in Uganda, wie von Großbritannien vorgeschlagen, war für Herzl zunächst zweitrangig. Doch er wusste, „Palästina“ ist „unsere unvergessliche historische Heimat.“ „Der Judenstaat“ stieß zunächst bei vielen Juden in Westeuropa auf Skepsis, Spott und Ablehnung. Ganz anders war die Reaktion in Russland. Hier wurde Herzl fast wie ein Prophet verehrt. Ein junger Student namens Chaim Weizmann, später erster Staatspräsident Israels, war von den Plänen Herzls begeistert. Zusammen mit Freunden warb er für dessen Ideen eines Judenstaates. Herzl reiste jetzt unermüdlich durch die Welt, verhandelte mit mächtigen Politikern, Geldgebern, dem deutschen Kaiser und dem Sultan, um sie für seine Vision zu gewinnen. Das Ergebnis war ernüchternd: Der Sultan ließ ihm sagen, er könne kein Land geben, es gehöre dem türkischen Volk. Auch Kaiser Wilhelm II. zeigte sich nach anfänglichem Interesse an den Plänen nicht sonderlich interessiert. Im August 1897 fand der erste Zionistenkongress in Basel statt. Der Saal war mit einer Flagge geschmückt, die mit zwei blauen Streifen auf weißem Grund an jüdische Gebetsschaals erinnerte. In der Mitte war der Davidsstern. Sie wurde zu Israels Nationalflagge. Herzl wurde zum Präsidenten der Zionistischen Weltorganisation gewählt. Ziel des Kongresses war: Schaffung einer öffentlich-rechtlich gesicherten nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in „Palästina“. In sein Tagebuch schrieb Herzl: “In Basel habe ich den Judenstaat gegründet…vielleicht in fünf, jedenfalls in fünfzig Jahren wird es jeder einsehen.“ 1948 nach etwas mehr als fünfzig Jahren wurde der Staat Israel in Tel Aviv unter einem großen Bild Theodor Herzls ausgerufen.

Eine kleine, aber einflussreiche jüdische Gruppe, die „Assimilationisten“ arbeiteten gegen die Zionisten. Sie vertraten die Meinung, das Judentum sei nicht mehr als eine Religion. Deshalb solle man den Juden in „Palästina“ bürgerliche und religiöse Freiheit geben und ihnen die Einwanderung und Ansiedlung gestatten. Mehr sei aber nicht nötig. Die Idee eines jüdischen Staates lehnten sie ab.

 

Das Osmanische Reich beherrschte „Palästina“ vierhundert Jahre. (1517-1917) Nach dem 1. Weltkrieg, den die Osmanen an der Seite Deutschlands verloren, folgte das British Empire. Das Sykes-Picot-Abkommen von 1916 sprach „Palästina“ und Mesopotamien Großbritannien zu. Frankreich bekam den Libanon und Syrien. Die Briten erhielten vom Völkerbund das Mandat über „Palästina“. Zuvor hatte Großbritannien  in der „Balfour-Erklärung“ von 1917 versprochen, „Palästina“ zur Heimstätte der Juden zu machen. Entscheidender Gesprächspartner der Briten war auf jüdischer Seite der Präsident der Zionistischen Weltorganisation, Chaim Weizmann. Der britische Außenminister Balfour schrieb damals an Baron Lord Rothschild: „Die Errichtung einer nationalen Heimstätte in Palästina für das jüdische Volk wird von der Regierung seiner Majestät mit Wohlwollen betrachtet.“ Doch das Empire hielt sich nicht an diese Zusage, im Gegenteil.  1922 teilten die Briten das Mandatsgebiet „Palästina“ und gaben mehr als 70 Prozent davon der Familie der Haschemiten. Ihnen hatten sie einst die Herrschaft über „Palästina“ versprochen. Nun bekamen sie das Gebiet östlich des Jordans – Transjordanien. Der Völkerbund billigte die Teilung. 1946 erlangte das haschemitische Königreich Jordanien seine Unabhängigkeit. Auch den Arabern, die Großbritannien als Verbündete gegen das Osmanische Reich brauchte, hatte man Versprechungen über „Palästina“, oder Teile davon gemacht. Das Empire spielte Juden gegen Araber aus und umgekehrt. „Die Briten wollten Palästina weder den Palästinensern noch den Juden geben. Sie wollten es behalten.“ (Michael Wolffsohn) Infolge der „Balfour-Erklärung“ und des wachsenden Antisemitismus in Europa wanderten in den 1920er Jahren immer mehr Juden in das Mandatsgebiet ein, argwöhnisch von den Arabern beobachtet. Diese befürchteten, bald in der Minderheit zu sein. Mit Streiks und Anschlägen reagierten sie darauf. Araber und Juden bekämpften sich jetzt gegenseitig und auch gegen die Mandatsmacht Großbritannien.  Im Dezember 1917 zog der englische General Allenby mit seinen Truppen in Jerusalem ein. Im Jahr darauf kam es in Jerusalem zu gewaltsamen antibritischen und antizionistischen Demonstrationen. Im April 1920 stürmten fanatisierte Araber das jüdische Viertel in Jerusalem. Ein Jahr später kam es in Jaffa zu blutigen Unruhen.  1929 verübten Araber in Hebron ein Massaker an der jüdischen Bevölkerung. Eine entscheidende Rolle als Scharfmacher gegen die Juden spielte der Grossmufti von Jerusalem, Amin el Husseini. Der überzeugte Antisemit und persönliche Freund Hitlers lies keine Gelegenheit aus, Hass gegen die jüdischen Einwanderer zu schüren. Die Mandatsmacht Großbritannien unterstützte mehr und mehr die Araber in „Palästina“. London brauchte sie im Kampf gegen Hitler. So wurde jetzt die jüdische Einwanderung nach „Palästina“ zunehmend unterbunden, was dem Versprechen der Balfour-Erklärung diametral entgegen lief. 1939 verboten die Briten den Verkauf arabischen Bodens an Juden. Auch nach dem Holocaust mit Millionen Toten verweigerte London überlebenden Juden die Einreise in das Land. Traurige Berühmtheit erlangte das Flüchtlingsschiff „Exodus“ mit tausenden Menschen an Bord, die gerade dem Holocaust entronnen waren. Die Engländer weigerten sich, das Schiff in Haifa ankern zu lassen. 1944 verkündete Menachem Begin mit der von ihm geführten militärischen Einheit „Etzel“ die Rebellion gegen die Briten. 1947 gab Großbritannien das Mandat für „Palästina“ an die UNO ab. Am 29. November desselben Jahres wurden die restlichen knapp 30 Prozent „Palästinas“ erneut geteilt. Mit einer Mehrheit von 33 zu 13 Stimmen und 10 Enthaltungen votierte das Völkergremium in Lake Success bei New York für die Resolution 181 und für die Teilung „Palästinas“, in einen jüdischen und einen arabischen Staat. Die USA und Russland stimmten gemeinsam dafür. Die Juden, denen außer dem Negev nur schmale Landstriche  am See Genezaret und entlang der Mittelmeerküste zugesprochen wurden, nahmen die Resolution an, die Araber lehnten eine Teilung kategorisch ab. Am 14. Mai 1948 rief David Ben Gurion in Tel Aviv die Gründung des Staates Israel aus.

Seine letzte große Rede vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen hatte Chaim Weizmann mit der biblischen Vision aus dem Propheten Jesaja beendet: „Der HERR wird zum zweitenmal seine Hand ausstrecken, dass er die Übriggebliebenen seines Volkes loskaufe und er wird ein Zeichen aufrichten unter den Völkern und zusammenbringen die Verjagten Israels und die Zerstreuten Judas sammeln von den vier Enden der Erde.“ (Jes. 11, 11-12)

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