Wem gehört das Heilige Land?

Das Existenzrecht Israels wird heute nicht nur von Arabern bestritten. Doch Israel hat aufgrund des Völkerrechts, auch durch Beschluss der UNO vom 29.1.1947 (Resolution 181) das Recht, auf dem uralten biblischen Territorium Judäa, Samaria und Galiläa einen jüdischen Staat zu etablieren.

Die Römer beendeten 70 n.Chr. die Existenz des Judenstaates.  Allerdings gab es seitdem eine ununterbrochene jüdische Präsenz im Lande – vor allem in den Städten Jerusalem, Tiberias, Hebron und Safed. Der römische Kaiser Hadrian benannte die römische Provinz „Judäa und Samaria“ um in „Palästina“, um die Juden zu demütigen. Die Araber eroberten das Land 638 n. Chr., sechs Jahre nach Mohameds Tod, und hielten es bis in die Kreuzfahrerzeit besetzt. Mohamed selbst besuchte Jerusalem nur im Traum.

Nach der Zeit der Kreuzfahrer gab es wechselnde Herrschaften im Heiligen Land, bis schließlich unter Sultan Selim I. (1512-1520) und seinen Nachfolgern für 400 Jahre die Gebiete dem Osmanischen Reich einverleibt wurden. Das  Osmanische Reich, im 1. Weltkrieg mit Deutschland verbündet, verlor nach der Niederlage seine Territorien im Nahen Osten. Die „Balfour-Deklaration“ (2.11.1917)  sah die „Schaffung einer nationalen Heimstätte in Palästina für das jüdische Volk“ vor. Der Schriftsteller Mark Twain, der Ende des 19. Jahrhunderts das Heilige Land bereiste, beschreibt es als heruntergekommene dünn besiedelte Einöde, die von Beduinen mit ihren Herden durchzogen wurde. Nur wenige Städte waren etwas mehr bevölkert.

Herkunft des Namens „Palästina“: Philisterland

Die „Philister“, von denen sich der Begriff „Palästina“ ableitet, waren Bewohner der griechischen Ägäis, die sich schon im ersten Jahrtausend v. Chr. vor allem in fünf „Philisterstädten“ an der Küste Kanaans niedergelassen hatten und bis zum siebten vorchristlichen Jahrhundert ein Dorn im Fleische Israels waren. Sie gingen zusammen mit dem „Nordreich“ Israels 622 v. Chr. unter, als diese Gebiete von den Assyrern besiegt und eingenommen wurden.

Übrig blieb das „Südreich“ Juda mit der Hauptstadt Jerusalem, das Jahrhunderte später nach der römischen Eroberung zur Provinz „Syria-Judäa“ wurde. Übrig blieb aber auch der von den Philistern abgeleitete geographische Begriff „Palästina“.

Die Araber, die sich heute als „Palästinenser“ bezeichnen, haben nie einen eigenen Staat mit einer eigenen Hauptstadt gebildet. Ihre Sprache, Religion und Kultur unterscheidet sich in nichts von den übrigen arabischen Stämmen – im Gegensatz etwa zu dem Volk der Kurden, dem ein eigener Staat vorenthalten wird.

Der Anspruch der „palästinensischen“ Araber auf ein eigenes „Staatsgebiet“ auf israelischem Territorium ist absurd. Ebenso absurd ist die Idee, Jerusalem mit der heiligsten Stätte Israels, dem Tempelberg, zur Hauptstadt eines solchen Staates machen zu wollen.

Auch der Koran spricht das Heilige Land den Israeliten zu

Auch Mohamed bezeichnet das Land westlich und östlich des Jordan als das „heilige Land der Kinder Israel“ (Sure 5,21 und 7,137) – allerdings diesen von seinem Gott „Allah“ gegeben. Der Koran erwähnt Jerusalem nicht ein einziges Mal, während in der Bibel Jerusalem mehr als 800mal erscheint und von Jesus Christs als die Stadt des „großen Königs“ bezeichnet wird. 

Nach der Staatsgründung (1948) griffen fünf arabische Staaten Israel an. Etwa 750.000 Araber werden durch diesen Krieg zu Flüchtlingen – gleichzeitig werden mindestens 800.000 Juden aus arabischen Ländern vertrieben und fliehen nach Israel. Außerdem okkupiert Jordanien entgegen den Beschlüssen der UNO die „Westbank“ und den Ostteil Jerusalems. Es werden alle 58 Synagogen zerstört und der Friedhof auf dem Ölberg geschändet. Der Ostteil wurde hermetisch abgeriegelt, alle für Juden und Christen heilige Stätten konnten nicht mehr aufgesucht werden. Der einzige Zugang war das Mandelbaumtor, das nur mit besonderer Genehmigung passiert werden durfte.

Warum verzichteten die Araber auf „palästinensische“ Staatsgründung?

Von 1517-1917 gehörte die Provinz „Palästina“ zum Osmanischen Reich. Wenn „Palästina“ und Jerusalem so wichtig für die Muslime sind, stellt sich die Frage, warum sie in diesen 400 Jahren dort keinen Staat gründeten, mit einer Hauptstadt Jerusalem. Auch von 1948 bis zum 6-Tage-Krieg 1967 besaßen die Araber genau das Gebiet, auf dem sie einen Staat„Palästina“ hätten errichten können. Diese Absicht hatten jedoch die arabischen Staaten niemals. Vielmehr kam es 1964 in Ägypten (Nasser) zur Gründung der Terrororganisation PLO, der sich später sechs weitere anschlossen – darunter die „Fatah“ (arab. „hataf“ = „schneller Tod“) – die alle das gleiche Ziel hatten: die Zerstörung Israels und die Rückgewinnung der einstigen islamischen Eroberung.

Selbst in der Gründungsakte der PLO vom Mai 1964, der „PLO-Charta“, ist weder von einem zu schaffenden Staat „Palästina“ noch von einer Hauptstadt Jerusalem die Rede. Das Ziel der Terrororganisation ist aber in Artikel 13 ausdrücklich festgeschrieben und gilt bis heute:

„Arabische Einheit und die Befreiung Palästinas sind zwei sich ergänzende Ziele und die Erreichung des einen erleichtert die Erreichung des anderen. Arabische Einheit führt also zur Befreiung Palästinas, und die Befreiung Palästinas führt zu arabischer Einheit. Die Tätigkeit für die Verwirklichung des einen Ziels geht einher mit der Tätigkeit für die Verwirklichung des anderen.“

Trotzdem hat Israel immer wieder guten Willen gezeigt: Im Hebron-Abkommen (1997) überlässt Israel die Stadt Jericho und Teile von Gaza der sog. „Palästinensischen Autonomie“ (PA). Hebron – Israels erste Hauptstadt überhaupt und Grabstätte des Patriarchen Abraham sowie Isaaks und Jakobs – wird zum großen Teil geräumt.

Camp David II: Arafat lehnte israelisches Gebietsangebot ab

Im Juli 2000 verhandeln Präsident Clinton (USA) und Ministerpräsident Barak (Israel) mit Terroristenchef Arafat in Camp David (II) über einen zu gründenden „Palästinenser-Staat“.

Obwohl Barak 95 bis 97 Prozent der von den Arabern geforderten Fläche des israelischen Kernlandes (Judäa, Samaria, Gaza) sowie den Osten Jerusalems (!)  –  das 1980 zur „ewigen und unteilbaren Hauptstadt Israels“ erklärt worden war  –  anbot, lehnte Arafat mit Blick auf die PLO-Charta ab. Der enttäuschte Clinton sagte zu ihm: „You have been here 14 days and said no to everything.”

Nachdem Arafat 2004 gestorben war, ließ Ministerpräsident Sharon gegen den Willen der jüdischen Siedler den Gazastreifen räumen. Statt des erhofften Friedens intensivierte sich seitdem der arabische Raketenbeschuss von den nun näher gerückten Abschussrampen. Im Gazastreifen offenbart sich inzwischen das heillose Chaos einer islamischen „Verwaltung“, wie sie in anderen arabischen Regionen üblich ist.

Fakten zur Vertreibung von Arabern aus Israel

Abschließend noch ein Wort zur „Vertreibung“ von etwa 620.000 Arabern aus dem Kernland Israels. Selbst wenn es eine Vertreibung war  –  andere Quellen sprechen von Flucht, zu der diese Menschen von ihren arabischen Führern aufgerufen waren  –  so wurden im Gegenzug mind. 800.000 Juden unter Zurücklassung ihrer gesamten Habe aus den arabischen Ländern vertrieben, wo sie oft schon seit Jahrhunderten, wenn auch als Dhimmis (benachteiligte Bürger 2. Klasse),lebten.

Dabei wäre es ein Leichtes gewesen, die arabischen Flüchtlinge in die Nachbarländer zu integrieren. Die arabischen Länder, darunter die reichen Ölstaaten, haben eine Fläche, die größer ist als Europa.

Gegen eine solche Lösung steht aber ein grundlegendes Gesetz des Islam: Ein Territorium, das einmal von Muslimen erobert wurde – ob für kurze oder längere Zeit – und wieder verloren ging, wird auch weiterhin als unaufgebbares Land Allahs betrachtet. Das gilt für jedes Stück Land, auf dem eine Moschee errichtet wurde!

Kein Gebiet erhielt und erhält noch immer soviel „Entwicklungshilfe“ wie die „Palästinensische Autonomie“ – in diesem Jahr mehr als eine Milliarde Euro, die europäische und amerikanische Steuerzahler etwa je zur Hälfte aufbringen (müssen).