Israel politisch

„Israel droht mit Selbstverteidigung“ Eine Schlagzeile in den Medien, über die man eigentlich lachen müsste, würde sie nicht den Großteil der medialen Berichterstattung über Israel widerspiegeln. „Israelkritik“ hat Konjunktur. Viele in Europa sehen Israel als größte Gefahr für den Weltfrieden. Israel wird als Aggressor, als Apartheidsregime dargestellt. Israelische Soldaten töten angeblich willkürlich Kinder, Israel ist der Besatzer, Araber und Palästinenser sind Opfer.  „Auch jetzt war das so, als die Hamas wieder einmal tagelang Raketen auf Israel feuerte, ohne dass das in deutschsprachigen Medien einen nennenswerten Nachrichtenwert erzeugt hätte. Erst als die israelische Armee Gegenmaßnahmen ergriff, fand das den gewohnten medialen Widerhall. „Israel fliegt massive Luftangriffe in Gaza“ (n-tv.de), „Israel fliegt ‚größten Tageslicht-Angriff‘ seit 2014“ (Spiegel Online), „Israels Luftwaffe beschießt Hamas-Ziele im Gazastreifen“ (Der Standard).“ (s. Mena-Watch, Israel-Berichterstattung.)

David gegen Goliath mit vertauschten Rollen. So suggerieren es jedenfalls die meisten Medien. Wie sieht die Wirklichkeit aus? Was ist mit der jahrzehntelangen Hasspolitik von Fatah, Hamas und Hisbollah gegenüber dem jüdischen Staat, deren Führer Selbstmordattentäter zu Helden stilisieren, Straßen nach Ihnen benennen und deren Familien mit lebenslangen Renten belohnen. Wo bleibt die empörte Berichterstattung über arabische Schulbücher und Fernsehkanäle, die schon bei Kindern gezielt den Hass auf Juden schüren? Wer zieht das islamistische Terrorregime Hamas im Gazastreifen zur Verantwortung, dass in seiner Gründungscharta zur weltweiten Vernichtung aller Juden aufruft. (Art. 7) Dass Kinder und Frauen an die Grenze zu Israel schickt, um zu „demonstrieren“? Hamas, die von einer neuen „Endlösung“ der Judenfrage spricht, ihre eigene Bevölkerung seit Jahren unterdrückt und drangsaliert, wird von der EU mit Millionen subventioniert. Das Geld wird in Terror und Waffen investiert. Die eigene Bevölkerung hungert. Die fundamental-islamistische Hisbollah will „Palästina“ von den Juden befreien. Das interessiert deutsche Medien kaum. Wichtig ist, dass die einzig relevante Erkenntnis – an allem sind die Israelis schuld! – mit umso größerer Leidenschaft gewusst und verbreitet wird. „Kein Land der Welt wird so obsessiv moralisch, staatsrechtlich und völkerrechtlich delegitimiert wie Israel. Unter den Augen und mithilfe der UN.“ (Georg M. Hafner)

In Israel dagegen leben und arbeiten mehr als 1 Million Palästinenser, im israelischen Parlament, der Knesset dürfen arabische Abgeordnete lautstark demonstrieren. In welchem arabischen Parlament sehen wir jüdische Abgeordnete? In den Medien wird offen die Delegitimierung des jüdischen Staates betrieben. Die internationale Presse in Israel ist „weniger Beobachter des Konflikts, als vielmehr Partei“, schreibt der Journalist und ehemalige CNN-Korrespondent Matti Friedmann. Statt über die Problematik des Konfliktes neutral zu berichten, „verlege sie sich auf eine Art politischen Rufmord im Dienst der Seite, deren Sache sie für gerecht hält.“ Es herrsche „ideologische Gleichförmigkeit.“ „Israelkritik sei die bestimmende korrekte Meinung, die die Berichterstattung definiere. In der Dämonisierung des jüdischen Staates, in der Delegitimierung seiner Selbstverteidigung und im Anlegen von Maßstäben, mit denen kein anderes Land der Welt gemessen wird, äußert sich – israelbezogener – Antisemitismus, dem seit Jahren keinerlei Kritik etwas anhaben kann. Denn er ist, wie jeder Antisemitismus, resistent gegen Aufklärung.“

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