Warum Israel? Als Journalist und ev. Theologe beschäftigt mich dieses Thema seit langem. Das jüdische Land, etwa so groß wie das Bundesland Hessen, mit rund 9 Millionen Einwohnern, steht im Fokus: Politisch und geistlich. Israel macht gerade mal 0,000001 % der Erdoberfläche aus, der prozentuale Anteil der Juden auf der Welt ist verschwindend gering. Trotzdem befassten sich 45 % der Beschlüsse der Vereinten Nationen in den letzten Jahrzehnten mit Israel. Aus den täglichen Nachrichten ist der jüdische Staat kaum wegzudenken. Für die islamische Welt, die deutsche Regierung und die Medien weltweit ist das kleine Land ein Thema – oft Stein des Anstoßes. Israelkritik hat Konjunktur. Die Einstellung gegenüber Israel und die mediale Berichterstattung sind überwiegend einseitig kritisch bis Israelfeindlich. Besonders besorgniserregend: Ausgerechnet in Deutschland wächst wieder der Antisemitismus. Für viele bedeutet der jüdische Staat, die einzige Demokratie im Nahen Osten eine der größten Gefahren für den Weltfrieden. Entlarvend, dass auch christliche Kirchen sich an dieser Hetze beteiligen.  In Gemeinden muss man die Bedeutung Israels oft erklären. Auch hier begegnet man offenem christlichem Antisemitismus oder Gleichgültigkeit. Dabei hat die Bibel  ihren Fokus auf Israel. Fast alle Bücher wurden von Juden verfasst. Jesus ist Jude. Der Apostel Paulus, ein Jude, ermahnt nichtjüdische Nachfolger Jesu, nicht zu vergessen, dass sie „Miterben“ und in den Ölbaum Israel „Eingepfropfte“ sind. Es gilt „den Juden zuerst.“ (Röm. 1, 16) Der Gott Jakobs schreibt Geschichte mit seinem Volk. Wer den Namen Israel ישראל ausspricht, nennt den Namen Gottes אל( El ). Was hat es mit Israel auf sich? Warum wird Israel so oft kritisiert, dämonisiert und boykottiert? Diesen Fragen gehe ich hier nach und gebe Informationen. Dabei ist mir bewusst, daß diese auf manche wie eine Provokation wirken.