Von Zion wird Weisung ausgehen

Der Prophet Jesaja schaut in die Zukunft. Er sieht die „letzte Zeit“, das heißt, er erkennt, was am Ende der Zeit geschehen wird. Alle Heiden und nichtjüdischen Völker werden den Blick nach Jerusalem richten und sagen: 

„Kommt, lasst uns hinaufgehen zum Berg des HERRN, zum Hause des Gottes Jakobs, dass er uns lehre seine Wege und wir wandeln auf seinen Steigen! Denn von Zion wird Weisung ausgehen und des HERRN Wort von Jerusalem.“ (Jes. 2, 3)

Der Fokus Gottes liegt auf Jerusalem. Es ist die Stadt, die der Gott Jakobs erwählt hat: „So habe ich nun dies Haus erwählt und geheiligt, dass mein Name dort sein soll ewiglich, und meine Augen und mein Herz sollen dort sein allezeit.“ ( 2. Chr. 7, 16)

Jerusalem ist die Stadt Gottes, sie ist heilig, das heißt, sie ist abgesondert. Hier sind sein Name, seine Augen und sein Herz. Deshalb gehen von Zion Gottes Weisung und sein Wort aus. Das sollte auch unsere geistliche Ausrichtung sein. Nicht von Höhen oder Hügeln – ein Bild für falsche geistliche Ausrichtung, dort wurde den Götzen gehuldigt – auch nicht von Kirchen oder Gemeinden, sondern von Zion. Dort ist der Berg Gottes, das Haus des HERRN. Dieser Berg steht am Ende fest und höher als alle anderen Berge, Hügel Religionen und Heiligtümer. Deshalb sollte dort unsere geistliche Mitte sein. Haben wir diesen Fokus nicht, kommen Irrlehren und falsche geistliche Weichenstellungen. In den Nationen wird ohne diese Ausrichtung angebetet. Indem man der Ersatztheologie folgt, kirchlichen Traditionen, religiösen und humanistischen Idealen. Die Völker haben sich einen Ersatz für Jerusalem gewählt. Die Botschaft vom Königreich Israels mit dem Zentrum Jerusalem ist unter den Nationen verloren gegangen. Die Religion Christentum hat sich von ihren geistlichen Wurzeln gelöst.

Die falsche Ausrichtung gab es schon zur Zeit der jüdischen Könige. Jerobeam baute Höhenheiligtümer im Norden Israels und verlangte vom Volk nicht mehr nach Jerusalem zu ziehen, um dort anzubeten. „Und der König hielt einen Rat und machte zwei goldene Kälber und sprach zum Volk: Es ist zu viel für euch, dass ihr hinauf nach Jerusalem geht; siehe, da sind deine Götter, Israel, die dich aus Ägyptenland geführt haben.“ ( 1. Könige 12, 28)

Die falsche geistliche Orientierung geriet Israel zur Sünde und brachte Verderben. Auch für uns ist es schädlich, bringt keinen Segen und kein Wachstum, wenn wir den falschen Fokus haben. Von Zion wird Weisung (Thora) ausgehen. Gottes Thora ist die gute „Weisung zum Leben.“ Jeshua ist die lebendig gewordene Thora Gottes. (Joh. 1) Aus ihr lehrten und lebten die Apostel und die erste Gemeinde. Gottes Weisung aus Zion bringt Erkenntnis. Sie führt zurück an die Quellen. 

Zion ist der Ort, den Gott sich ausgesucht hat, dort zu wohnen gefällt ihm. ( Ps. 132, 13. 14) Dort verheißt er ewiges Leben bis in Ewigkeit. ( Ps. 133, 3) Auf dem Berg Zion regiert der König Israels. „Und der HERR wird König über sie sein auf dem Berge Zion von nun an bis in Ewigkeit. Und du, Turm der Herde, du Feste der Tochter Zion, zu dir wird kommen und wiederkehren die frühere Herrschaft, das Königtum der Tochter Jerusalem.“ ( Micha 4, 7. 8) Jeshua, der König Israels bestätigt dies in seinen Lehren: „Jerusalem ist die Stadt des großen Königs“ (Matth.5, 35). Die frühere Herrschaft, das Königreich Gottes über Israel wird wiederhergestellt werden. Deshalb ist es wichtig, diese Orientierung zu haben.

Bist Du verbunden mit dem Gott Jakobs, lebst Du in seinem Bund? Folgst Du Jeshua, dem König der Juden? Trachtest Du nach  seinem Königreich? Viele Christen haben vergessen, daß es um den Gott Israels und sein Reich geht. Sie haben sich eigene religiöse Höhen und Hügel errichtet. Wir leben heute in der letzten Zeit. Es ist die Zeit zum Gott Jakobs umzukehren, sich nach Zion auszurichten, sich korrigieren zu lassen, falsche christliche Lehren abzuschütteln. „Kommt, lasst uns hinaufgehen zum Berg des HERRN, zum Hause des Gottes Jakobs“. Dies beinhaltet eine Willensentscheidung. Den Willen zur Umkehr. Dazu gehört, der Verwerfung Israels durch eine irregeleitete Kirche die bleibende Berufung Israels zum Licht der Völker entgegenzusetzen.

Laßt uns nicht „verachten die Weisung des HERRN Zebaoth und lästern die Rede des Heiligen Israels.“ (Jes. 5, 24) Eine Einheit der Christen kann es nur in der Ausrichtung nach Zion geben. Laßt uns hinaufgehen zum Berg des HERRN, des Gottes Jakobs, daß er uns lehre seine Wege und wir wandeln auf seinen Steigen.